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Interaktiver Rechner

Taupunkt-Rechner: Schimmelrisiko an der Wand einschätzen

Geben Sie Raumtemperatur und relative Luftfeuchte ein – der Rechner ermittelt den Taupunkt nach der Magnus-Formel und schätzt anhand der Wandtemperatur ein, wie kritisch die Lage an einer kühlen Wandfläche ist. Alles läuft direkt in Ihrem Browser, es werden keine Daten übertragen. Der Rechner liefert eine Orientierung, keine Vor-Ort-Messung.

Orientierungswerte, keine Messung: Dieser Rechner schätzt Taupunkt und Schimmelrisiko auf Basis Ihrer Eingaben und – falls keine gemessene Wandtemperatur vorliegt – einer groben Erfahrungsschätzung. Er ersetzt keine Vor-Ort-Messung und keine bauphysikalische Beurteilung. Bei sichtbarem Schimmel oder Fragen zur Bausubstanz wenden Sie sich an einen Fachbetrieb oder unabhängigen Baugutachter.

1. Werte eingeben

Wandoberflächentemperatur (optional)

Kennen Sie den gemessenen Wert (z. B. per Infrarot-Thermometer), tragen Sie ihn ein. Sonst wählen Sie eine Einschätzung – der Rechner rechnet dann mit einem groben Erfahrungswert relativ zur Raumtemperatur.

Berechneter Taupunkt

0,0 °C

Wandtemperatur (geschätzt): 0,0 °C

Werte eingeben, um das Risiko zu berechnen.

Lüftungs-Empfehlung

So funktioniert die Berechnung

Der Rechner ermittelt den Taupunkt aus Raumtemperatur und relativer Luftfeuchte mit der in der Bauphysik gebräuchlichen Magnus-Formel (Näherung nach Sonntag/WMO, Standardparameter a = 17,62 und b = 243,12). Beispiel: Bei 21 °C Raumtemperatur und 55 % relativer Luftfeuchte liegt der Taupunkt bei rund 11,6 °C. Bei 20 °C und 50 % Feuchte sind es rund 9,3 °C, bei 24 °C und 70 % rund 18,2 °C – je wärmer und feuchter die Luft, desto höher der Taupunkt und desto eher kondensiert sie an kühlen Flächen.

Anschließend vergleicht der Rechner den Taupunkt mit der Wandoberflächentemperatur. Liegt diese mehr als 3 Kelvin über dem Taupunkt, ist ausreichend Sicherheitsabstand vorhanden (grün). Beträgt der Abstand 0 bis 3 Kelvin, kann es bei Schwankungen – etwa nachts oder bei kurzzeitig höherer Feuchte – bereits zu Tauwasser kommen (gelb, Lüften intensivieren). Liegt die Wandtemperatur auf oder unter dem Taupunkt, bildet sich rechnerisch bereits Kondenswasser (rot, Ursache klären). Ohne gemessenen Wert schätzt der Rechner die Wandtemperatur grob aus der Raumtemperatur ab – reale Wärmebrücken können jedoch deutlich kälter sein als die gewählte Kategorie.

Der Rechner ersetzt keine Messung vor Ort und macht keine gesundheitlichen Versprechen. Er hilft lediglich, den Zusammenhang zwischen Raumklima und Kondensationsrisiko grob einzuordnen. Wie Luftfeuchtigkeit, Lüften und Luftreiniger zusammenhängen, erklärt unser Ratgeber Luftfeuchtigkeit und Luftreiniger. Wenn bereits Schimmelsporen in der Raumluft ein Thema sind, finden Sie in unserer Übersicht Luftreiniger gegen Schimmel passende Geräte mit H13/H14-Filter als Ergänzung zur Ursachenbekämpfung. Liegt die Luftfeuchte dauerhaft über 60 %, lohnt sich zusätzlich ein Blick auf unsere Schwesterseite luftentfeuchter-check.de mit Kaufberatung zu Luftentfeuchtern für Keller, Bad und Waschküche. Wer stattdessen die passende Luftreiniger-Leistung für seinen Raum sucht, nutzt unseren CADR-Rechner.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Taupunkt und warum ist er für Schimmel wichtig?
Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der die Luftfeuchtigkeit in der Raumluft zu Wasser kondensiert. Kühlt eine Fläche – etwa eine Außenwand – unter diesen Wert ab, schlägt sich Feuchtigkeit als Tauwasser darauf nieder. Dauerhafte Feuchtigkeit auf Wänden ist einer der Hauptauslöser für Schimmelbildung, weil Schimmelpilze feuchte Oberflächen zum Wachsen brauchen.
Wie genau ist die Schätzung der Wandoberflächentemperatur?
Wenn Sie keinen gemessenen Wert eingeben, rechnet der Rechner mit groben Erfahrungswerten (Wärmebrücke, normale oder gut gedämmte Wand). Das ersetzt keine echte Messung. Für eine belastbare Einschätzung genügt bereits ein einfaches Infrarot-Thermometer oder ein Oberflächenfühler an der kritischen Stelle – Ecken, Fensterlaibungen und Bereiche hinter Möbeln sind meist am kältesten.
Welche relative Luftfeuchte ist im Wohnraum ideal?
Als Komfort- und Risikobereich gelten 40 bis 60 % relative Luftfeuchte. Darunter trocknen Schleimhäute und Holzmöbel aus, darüber steigt das Kondensations- und Schimmelrisiko an kühlen Flächen deutlich. Ein einfaches Hygrometer macht den Wert jederzeit sichtbar, ohne dass Sie rechnen müssen.
Was tue ich, wenn die Ampel Rot oder Gelb anzeigt?
Bei Gelb intensivieren Sie zunächst Stoßlüften und Möbelabstand zur Wand. Bei Rot liegt die geschätzte Wandtemperatur bereits auf oder unter dem Taupunkt – dort kann sich bereits Kondenswasser bilden. Lüften und heizen Sie diesen Bereich gezielt und klären Sie die Ursache, etwa eine Wärmebrücke oder einen ausgefallenen Heizkörper. Ist bereits Schimmel sichtbar, reicht Lüften allein nicht mehr aus.
Ersetzt der Rechner eine Schimmel- oder Bauteildiagnose?
Nein. Der Rechner liefert eine Orientierung auf Basis einfacher Eingaben und ersetzt keine Vor-Ort-Messung, kein Thermografie-Gutachten und keine fachliche Bauteilbewertung. Bei sichtbarem Schimmel, wiederkehrender Feuchtigkeit oder Unsicherheit zur Bausubstanz sollten Sie einen Fachbetrieb oder unabhängigen Baugutachter hinzuziehen.