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Luftreiniger für Allergiker

Geräte mit echtem HEPA-Filter, die Hausstaub, Milbenkot, Tierhaare und Schimmelsporen aus der Raumluft filtern und die Partikelkonzentration im Raum senken.

Wer eine Hausstaub-, Tierhaar- oder Schimmelpilzallergie hat, kennt das Problem: Allergene wie Milbenkot, Hautschuppen von Haustieren und Schimmelsporen sind so leicht, dass sie über Stunden in der Raumluft schweben – auch in den eigenen vier Wänden. Genau hier setzt ein Luftreiniger an: Er filtert diese feinen Partikel kontinuierlich aus der Luft und senkt so ihre Konzentration im Raum. Ob sich Beschwerden dadurch ändern, ist individuell und gehört ärztlich geklärt; ein Luftreiniger ersetzt keine ärztliche Behandlung.

Entscheidend ist die Filterqualität. Nur ein echter HEPA-Filter der Klasse H13 oder H14 hält mindestens 99,95 Prozent aller Partikel ab einer Größe von 0,3 Mikrometern zurück – und damit auch typische allergieauslösende Schwebstoffe. Achten Sie deshalb genau auf die Filterklasse und lassen Sie sich nicht von vagen Angaben wie „HEPA-Type“ täuschen. In dieser Übersicht stellen wir Geräte mit HEPA-Filter vor, die für Haushalte mit Allergie-Thema interessant sind.

Ausgewählte Luftreiniger für Allergiker im Vergleich

Empfehlung
Atemglanz Allergiker Luftreiniger (PM2.5 Anzeige) Luftfilter HEPA + Aktivkohle Pollen, Staub, Tierhaare, Schimmel, Milben, Rauch, 18 dB Schlaf, CADR 250m³/h, Air Purifier, intensiv 50 m², max. 80 m²

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89,99 €

Stand 25.10.2026 · inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versand · maßgeblich ist der aktuelle Preis auf Amazon

+ Zusätzlicher Aktivkohlefilter gegen Gerüche
+ 18 dB Betriebsgeräusch
+ CADR 250m³/h
- Filterwechsel verursacht laufende Folgekosten
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Levoit Vital 100S HEPA Luftreiniger für Allergiker, CADR 243 m³/h, HEPA- und Aktivkohlefilter, leise, PM2.5 Sensor, App und Alexa, gegen Staub, Pollen, Rauch und Gerüche, bis zu 52㎡, Mondweiß

Levoit Vital 100S HEPA Luftreiniger für Allergiker, CADR 243 m³/h, HEPA- und Aktivkohlefilter, leise, PM2.5 Sensor, App und Alexa, gegen Staub, Pollen, Rauch und Gerüche, bis zu 52㎡, Mondweiß

159,99 €

Stand 25.10.2026 · inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versand · maßgeblich ist der aktuelle Preis auf Amazon

+ HEPA-Filtersystem
+ Zusätzlicher Aktivkohlefilter gegen Gerüche
+ Sprachsteuerung/Smart-Home-Anbindung
- Filterwechsel verursacht laufende Folgekosten
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Levoit Luftreiniger mit HEPA Luftfilter gegen 99,97 Prozent Schimmel Staub Pollen Tierhaare, Luftqualitäts-Feedback und Auto-Modus, CADR 240m³/h für Raucherzimmer, bis zu 50m², Weiß

Levoit Luftreiniger mit HEPA Luftfilter gegen 99,97 Prozent Schimmel Staub Pollen Tierhaare, Luftqualitäts-Feedback und Auto-Modus, CADR 240m³/h für Raucherzimmer, bis zu 50m², Weiß

149,99 €

Stand 25.10.2026 · inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versand · maßgeblich ist der aktuelle Preis auf Amazon

+ HEPA-Filtersystem
+ Automatikmodus mit Luftqualitäts-Sensor
- Filterwechsel verursacht laufende Folgekosten
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CHIVALZ Luftreiniger für Schlafzimmer, Allergiker mit Aromatherapie, Weiß

CHIVALZ Luftreiniger für Schlafzimmer, Allergiker mit Aromatherapie, Weiß

37,99 €

Stand 25.10.2026 · inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versand · maßgeblich ist der aktuelle Preis auf Amazon

+ HEPA-Filtersystem
- Filterwechsel verursacht laufende Folgekosten
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Vergleichstabelle: Luftreiniger für Allergiker

Modell Eignung Besonderheit Angebot
Atemglanz Kleinere bis mittlere Räume HEPA-Filtersystem, Zusätzlicher Aktivkohlefilter gegen Gerüche Ansehen →
Levoit Vital 100S Schlafzimmer & mittelgroße Räume HEPA und Aktivkohle, App- und Alexa-Steuerung Ansehen →
Levoit HEPA Raucherzimmer & größere Räume Luftqualitäts-Feedback mit Auto-Modus Ansehen →

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Echter HEPA-Filter (H13/H14)

Die Filterklasse ist das wichtigste Kriterium. H13 filtert 99,95 Prozent, H14 sogar 99,995 Prozent der Partikel ab 0,3 Mikrometern. Begriffe ohne Klassenangabe sind ein Warnsignal. Ein mehrstufiges System aus Vorfilter, HEPA- und Aktivkohlefilter deckt grobe Partikel, feine Partikel wie Pollen oder Milbenkot und Gerüche gleichzeitig ab.

CADR passend zur Raumgröße

Der CADR-Wert (Clean Air Delivery Rate) gibt an, wie viel gereinigte Luft das Gerät pro Stunde liefert. Als Faustregel sollte das Gerät die Raumluft mindestens vier- bis fünfmal pro Stunde umwälzen. Für ein 20-Quadratmeter-Schlafzimmer reicht ein CADR um 200 m³/h, für größere Räume entsprechend mehr.

Lautstärke und Schlafmodus

Wenn das Gerät nachts im Schlafzimmer läuft, ist die Lautstärke auf der niedrigsten Stufe wichtig. Je niedriger die vom Hersteller angegebene Dezibel-Zahl der Schlafstufe, desto leiser ist das Gerät. Ein dedizierter Schlafmodus dimmt zusätzlich Displays und Statusleuchten.

Folgekosten der Filter

Ein günstiges Gerät mit teuren Ersatzfiltern kann über die Jahre teurer werden als ein höherpreisiges Modell mit langlebigen Standardfiltern. Prüfen Sie vor dem Kauf Preis und Verfügbarkeit der Ersatzfilter und das empfohlene Wechselintervall.

Luftfilter für Allergiker nach Allergie-Art: Was HEPA technisch leistet

Milbenallergie

Milbenkot-Bruchstücke sind so leicht, dass sie nach dem Aufwirbeln – etwa beim Bettenmachen oder Staubsaugen – für einige Zeit in der Raumluft schweben. Ein HEPA-Filter der Klasse H13 hält diesen luftgetragenen Anteil zuverlässig zurück und senkt so die Menge der Milbenallergene in der Luft. Der größte Teil der Milbenallergene sitzt jedoch fest in Matratze, Kissen und Teppich – hier hilft nur regelmäßiges Absaugen, Encasing und Waschen der Bettwäsche zusätzlich zum Luftreiniger.

Tierhaarallergie

Nicht die Haare selbst, sondern winzige Eiweißpartikel aus Hautschuppen und Speichel lösen die allergische Reaktion aus. Diese Partikel sind so klein, dass sie stundenlang in der Luft schweben können – genau in diesem Größenbereich arbeitet ein H13-HEPA-Filter besonders zuverlässig. Ein Luftreiniger kann die Allergenkonzentration in der Raumluft senken, ersetzt aber weder eine tierfreie Schlafzone noch regelmäßiges Saugen und Textilwaschen. Details liefert unser Ratgeber zu Tierhaaren und Tierallergie.

Pollenallergie

Pollen gelangen vor allem beim Lüften und über Kleidung in die Wohnung und verteilen sich dann in der Raumluft. Ein Luftreiniger mit HEPA-Filter filtert sie kontinuierlich heraus, etwa im Schlafzimmer über Nacht. Wie sich der Einsatz saisonal planen lässt, zeigt der Abschnitt zur Pollensaison weiter unten sowie unser Ratgeber gegen Pollen.

Pollensaison konkret: wann der Luftreiniger besonders gefragt ist

Beim Thema Heuschnupfen verteilt sich der Pollenflug über das ganze Jahr, nicht nur auf den Sommer. Frühblüher wie Hasel und Erle setzen ihre Pollen häufig schon zum Ende des Winters frei, es folgen Birke und verschiedene Gräser im späteren Frühjahr, anschließend Kräuter wie Beifuß bis in den Spätsommer hinein. Der genaue Zeitpunkt schwankt je nach Region und Witterung – ein aktueller Pollenflug-Kalender zeigt, wann die jeweilige Saison in Ihrer Gegend beginnt. Wer den Luftreiniger schon kurz vor dem erwarteten Start durchlaufen lässt, statt erst zu reagieren, wenn der Pollenflug schon läuft, hat die Pollenkonzentration im Raum von Beginn an im Blick.

Während der Hauptsaison ist die Fensterlüftung ein zusätzlicher Hebel: Tagsüber, wenn die Pollenkonzentration in der Außenluft meist am höchsten ist, lohnt sich kurzes, gezieltes Stoßlüften statt dauerhaft gekippter Fenster – etwa früh morgens oder nach Regen, wenn weniger Pollen in der Luft schweben. Der Luftreiniger übernimmt in der übrigen Zeit die kontinuierliche Filterung der bereits im Raum befindlichen Pollen, ersetzt die bewusste Lüftungsstrategie aber nicht.

Hausstaubmilben, der zweite große Allergenlieferant, reagieren zusätzlich empfindlich auf die Raumluftfeuchte: Sie vermehren sich in feuchterer Umgebung deutlich stärker als in trockenen Räumen. Ein Blick auf unseren Taupunkt-Rechner hilft einzuschätzen, ob Raumtemperatur und Luftfeuchte in einem für Milben ungünstigen Bereich liegen – eine sinnvolle Ergänzung zum Luftreiniger, der die bereits freigesetzten Allergene aus der Luft filtert, aber nicht die Feuchtigkeit selbst reguliert.

HEPA-Filterklassen: Herstellerangaben richtig einordnen

Nicht jede Angabe, die nach HEPA klingt, steht für dieselbe Filterqualität. Seriöse Hersteller nennen die tatsächliche Prüfklasse – H13 oder H14 – explizit, meist ergänzt um ein Datenblatt oder Zertifikat, das die Abscheideleistung nach der einschlägigen Prüfnorm belegt. Fehlt diese konkrete Klassenangabe und ist stattdessen nur von „HEPA-Type", „HEPA-ähnlich" oder einer nicht näher erklärten Prozentzahl die Rede, lässt sich die tatsächliche Filterwirkung kaum verlässlich einschätzen.

Ein einfacher Praxis-Check: Werfen Sie einen Blick auf den Ersatzfilter selbst oder die Produktbeschreibung des Herstellers – steht dort explizit „H13" oder „H14" aufgedruckt oder im Datenblatt genannt, handelt es sich um eine geprüfte Filterklasse. Im Zweifel lohnt eine kurze Nachfrage beim Hersteller nach der genauen Klasse des verbauten Filters, bevor Sie sich allein auf Marketingbegriffe wie „medizinischer Filter" oder „Krankenhausqualität" verlassen, die für sich genommen keine geprüfte Klassenangabe ersetzen.

EPA vs. HEPA: Was E11/E12 von H13/H14 unterscheidet

Die europäische Prüfnorm EN 1822 kennt nicht nur die Klassen H13 und H14, sondern ein ganzes Klassenraster: E10 bis E12 gelten als EPA-Filter (Efficient Particulate Air), H13 und H14 als echte HEPA-Filter (High Efficiency Particulate Air), U15 bis U17 als ULPA-Filter für besonders anspruchsvolle Anwendungen. Entscheidend ist die Grenze zwischen E-Klassen und H-Klassen: Erst ab H13 spricht man normgerecht von einem echten HEPA-Filter.

Klasse Kategorie Abscheidegrad (MPPS)
E11 EPA (Feinfilter) mindestens 95 %
E12 EPA (Feinfilter) mindestens 99,5 %
H13 HEPA (Schwebstofffilter) mindestens 99,95 %
H14 HEPA (Schwebstofffilter) mindestens 99,995 %

Der Unterschied wirkt auf dem Papier klein, ist in der Praxis aber relevant: Ein E12-Filter lässt bei der ungünstigsten Partikelgröße noch bis zu zehnmal so viele Partikel durch wie ein H13-Filter. Manche günstigere Geräte werben mit „EPA-Filter" oder nennen gar keine Klasse und meinen damit E10 bis E12 – das ist kein echter HEPA-Filter, auch wenn die Werbung in die Richtung deutet. Deshalb ist eine explizit genannte H13- oder H14-Klasse das verlässlichere Kaufkriterium als eine allgemeine EPA-Angabe.

Wie ein HEPA-Filter überhaupt geprüft wird

Die Filterklassen H13 und H14 stammen aus der europäischen Prüfnorm für Schwebstofffilter. Getestet wird dabei nicht mit einer beliebigen Partikelgröße, sondern gezielt mit der sogenannten „am schwersten abzuscheidenden Partikelgröße" (MPPS) – jener Korngröße, bei der ein Filter am wenigsten wirksam ist. Schafft ein Filter selbst bei dieser ungünstigsten Partikelgröße die geforderte Abscheideleistung, gilt er als echter H13- oder H14-Filter. Genau das unterscheidet einen geprüften HEPA-Filter von einem Filter, der lediglich als „HEPA-ähnlich" beworben wird, ohne diesen Test durchlaufen zu haben.

Diese Prüfmethode ist relevant, weil viele allergieauslösende Partikel – etwa Milbenkot-Bruchstücke oder Pollenfragmente – in einem Größenbereich liegen, der für Filter besonders anspruchsvoll ist. Ein Filter, der nur bei größeren, leicht abzuscheidenden Partikeln gut abschneidet, kann bei den feinsten Partikeln deutlich schwächer filtern. Die Prüfnorm stellt sicher, dass die Herstellerangabe „99,95 Prozent" (H13) beziehungsweise „99,995 Prozent" (H14) tatsächlich für das gesamte relevante Partikelspektrum gilt und nicht nur für einen unkritischen Ausschnitt davon.

Praktisch bedeutet das: Ein Gerät mit einer nach dieser Norm geprüften und dokumentierten Filterklasse bietet eine verlässlichere Grundlage für die Kaufentscheidung als eine reine Prozentangabe ohne Bezug zur Prüfmethode. Seriöse Hersteller verweisen in ihren Datenblättern auf die entsprechende Norm oder ein Prüfzertifikat. Fehlt dieser Bezug völlig, lässt sich die tatsächliche Filterleistung schwerer einschätzen – ein zusätzlicher Grund, bei der Gerätewahl auf die konkrete Filterklasse statt auf Werbeversprechen zu achten.

Ratgeber & Vergleiche für Allergiker

Passende Ratgeber zu speziellen Allergenen

Thema Heuschnupfen? Dann finden Sie leise Modelle fürs Schlafzimmer im Ratgeber Luftreiniger gegen Pollen. Bei Katzen oder Hunden im Haushalt lesen Sie den Ratgeber Luftreiniger bei Katzenallergie. Auch Schimmelsporen lassen sich gezielt reduzieren – mehr dazu bei Luftreinigern gegen Schimmel. Für das Babyzimmer finden Sie Hinweise zu Lautstärke und Sicherheit im Ratgeber Luftreiniger fürs Babyzimmer.

Häufig gestellte Fragen

Welcher Luftreiniger passt zu Allergiker-Haushalten?
Für Allergiker-Haushalte ist ein Gerät mit echtem HEPA-Filter der Klasse H13 oder H14 entscheidend. Diese Filter halten mindestens 99,95 Prozent der Partikel ab 0,3 Mikrometern zurück – also auch Hausstaub, Milbenkot, Tierhaarallergene und Schimmelsporen. Wichtig ist außerdem, dass die Luftumwälzleistung (CADR) zur Raumgröße passt, damit die Luft mehrmals pro Stunde gefiltert wird. Eine zusätzliche Aktivkohlestufe bindet Gerüche und ist bei Tierhaltung sinnvoll.
Senkt ein Luftreiniger Hausstaub und Milbenallergene in der Raumluft?
Ein Luftreiniger kann die Konzentration von Schwebstaub und Milbenallergenen in der Raumluft senken. Er ersetzt nicht das Staubsaugen, Lüften und Waschen von Bettwäsche, denn ein großer Teil der Milbenallergene sitzt in Matratze und Textilien. Sinnvoll ist ein Aufstellort, an dem Sie sich lange aufhalten, etwa im Schlafzimmer.
Wo sollte ich den Luftreiniger für Allergiker aufstellen?
Stellen Sie das Gerät dort auf, wo Sie sich am längsten aufhalten – meist im Schlafzimmer. Der Luftreiniger braucht freien Luftein- und -auslass, also etwas Abstand zu Wänden und Möbeln (die genaue Angabe finden Sie in der Anleitung des Herstellers). Vermeiden Sie Ecken hinter Vorhängen. Auf einem leicht erhöhten Platz arbeitet das Gerät oft effizienter, weil Pollen und Staub auch in höheren Luftschichten zirkulieren.
Wie laut darf ein Luftreiniger fürs Schlafzimmer sein?
Fürs Schlafzimmer sollte das Gerät auf der niedrigsten Stufe möglichst leise laufen; achten Sie auf die Dezibel-Angabe des Herstellers für die Schlafstufe (Herstellerangaben liegen je nach Modell sehr unterschiedlich). Viele Modelle haben einen speziellen Schlafmodus, der die Lüfterdrehzahl reduziert und Displays abdunkelt. Auf höheren Stufen werden Luftreiniger deutlich lauter (je nach Modell, siehe Herstellerangaben); diese nutzt man am besten tagsüber, um die Luft schnell zu reinigen, bevor man nachts in den leisen Modus wechselt.
Wie oft muss ich den Filter wechseln?
Bei Dauerbetrieb im Allergiker-Haushalt hält ein HEPA-Filter je nach Modell, Nutzung und Luftbelastung unterschiedlich lange; maßgeblich ist die Herstellerangabe. Viele Geräte zeigen den Filterwechsel über eine Anzeige an. Bei starker Belastung – etwa bei Tierhaltung oder hoher Pollenkonzentration – kann ein früherer Wechsel sinnvoll sein. Ein gesättigter Filter verliert an Leistung und kann Gerüche abgeben, daher sollte man den empfohlenen Intervall nicht überziehen.
Wann beginnt die Pollensaison und wie plane ich den Luftreiniger-Einsatz?
Frühblüher wie Hasel und Erle starten oft schon zum Ende des Winters, gefolgt von Birke und Gräsern im späteren Frühjahr sowie Kräutern wie Beifuß bis in den Spätsommer hinein. Ein aktueller Pollenflug-Kalender für Ihre Region zeigt, wann es losgeht. Sinnvoll ist es, den Luftreiniger schon kurz vor dem erwarteten Saisonstart durchlaufen zu lassen, statt erst zu reagieren, wenn der Pollenflug schon begonnen hat.
Woran erkenne ich, ob eine Herstellerangabe zur Filterklasse verlässlich ist?
Seriöse Hersteller nennen die Filterklasse explizit als H13 oder H14 nach der einschlägigen Prüfnorm, oft mit Datenblatt oder Zertifikat zum Nachlesen. Vage Formulierungen wie „HEPA-Type", „medizinischer Filter" oder eine reine Prozentangabe ohne Klassenbezeichnung sind ein Warnsignal – fragen Sie im Zweifel beim Hersteller nach der genauen Filterklasse des Ersatzfilters nach.
Sollte ich bei Allergiebeschwerden zusätzlich einen Arzt aufsuchen?
Ja. Ein Luftreiniger kann die Allergenbelastung in der Raumluft senken, ersetzt aber keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei neu auftretenden, starken oder unklaren Beschwerden sollten Sie einen Allergologen oder Hausarzt konsultieren; ob ein Luftreiniger bei Beschwerden etwas bringt, klären Sie am besten mit Ihrem Arzt.
Was ist der Unterschied zwischen einem E12- und einem H13-Filter?
E12 ist nach EN 1822 ein EPA-Filter mit mindestens 99,5 Prozent Abscheidegrad, H13 ein echter HEPA-Filter mit mindestens 99,95 Prozent – bei der ungünstigsten Partikelgröße lässt ein E12-Filter also deutlich mehr Partikel durch. Für Allergiker ist die explizit genannte Klasse H13 oder H14 das verlässlichere Kriterium; ein reiner EPA-Filter der Klasse E10 bis E12 gilt normgerecht nicht als HEPA.
Reicht ein E11-Filter für Allergiker aus?
Ein E11-Filter erreicht mindestens 95 Prozent Abscheidegrad und liegt damit unterhalb der HEPA-Schwelle. Für leichte, gelegentliche Belastung mag das ausreichen; ein Gerät mit echtem H13- oder H14-Filter hält jedoch auch die feinsten und am schwersten abzuscheidenden Partikel zuverlässiger zurück.
Welcher Luftreiniger passt zu Tierhaarallergie?
Wenn Tierhaare und Hautschuppen das Thema sind, ist ein Gerät mit echtem HEPA-Filter und zusätzlicher Aktivkohlestufe eine passende Wahl, etwa der Levoit Vital 100S. Der HEPA-Filter hält die feinen Hautschuppen der Tiere zurück, die Aktivkohle bindet den begleitenden Geruch. Weitere Modelle finden Sie im Ratgeber für Katzenallergie.
Reicht ein günstiger Luftreiniger für Allergiker aus?
Ja, sofern er einen echten HEPA-Filter der Klasse H13 besitzt – die Filterklasse ist entscheidender als der Preis. Prüfen Sie bei günstigen Modellen wie dem Atemglanz oder dem CHIVALZ, ob der Hersteller die Filterklasse (H13/H14) ausdrücklich nennt. Eine größere Auswahl an günstigen Geräten finden Sie im Vergleich der Luftreiniger im Einsteiger-Preisniveau.
Was ist der Unterschied zwischen H13- und H14-Filtern?
H13-Filter halten mindestens 99,95 Prozent der Partikel ab 0,3 Mikrometern zurück, H14-Filter mindestens 99,995 Prozent. Für die meisten Haushalte reicht ein H13-Filter technisch aus. H14 wird eher in medizinischen oder besonders sensiblen Umgebungen eingesetzt.
Ist ein Luftreiniger für Allergiker sinnvoll?
Ein Luftreiniger mit echtem HEPA-Filter filtert Hausstaub, Milbenkot, Tierhaarallergene und Pollen kontinuierlich aus der Raumluft und senkt so deren Konzentration. Er ergänzt Maßnahmen wie regelmäßiges Lüften, Staubsaugen und das Waschen von Bettwäsche.
Wie schnell senkt ein Luftreiniger die Allergenkonzentration in der Raumluft?
Ein passend dimensionierter Luftreiniger reduziert die Konzentration schwebender Partikel in der Raumluft im Dauerbetrieb meist schon innerhalb weniger Stunden. Milbenallergene sitzen jedoch auch in Matratze, Teppich und Textilien – hier ist zusätzliche Reinigung nötig.
Brauchen Allergiker einen Luftreiniger mit Aktivkohle?
Für reine Hausstauballergie ist ein HEPA-Filter entscheidend, Aktivkohle ist optional. Bei zusätzlicher Tierhaltung oder Geruchsbelastung ist eine Aktivkohlestufe sinnvoll, da sie gasförmige Begleitstoffe bindet, die ein HEPA-Filter nicht erfasst. Mehr dazu im Ratgeber Luftreiniger gegen Gerüche.
Luftfilter, Luftreiniger oder beides: Wo liegt der Unterschied?
Luftfilter und Luftreiniger bezeichnen bei Allergie in der Regel dasselbe Gerät: ein Gerät mit HEPA-Filtermedium, das die Raumluft ansaugt und Partikel wie Pollen oder Milbenkot darin zurückhält. Entscheidend ist unabhängig vom Begriff die Filterklasse H13 oder H14 sowie eine zur Raumgröße passende CADR – der Name „Luftfilter" oder „Luftreiniger" auf der Verpackung sagt für sich genommen nichts über die Filterleistung aus.
Kann ein Luftreiniger eine Tierhaarallergie beheben?
Nein. Ein Luftreiniger mit echtem HEPA-Filter kann die Konzentration von Tierhaarallergenen in der Raumluft senken, er behandelt aber nicht die Allergie selbst. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung der richtige Weg.
Wirkt ein Luftreiniger auch gegen Milbenkot in der Matratze?
Nur indirekt. Ein Luftreiniger erfasst Milbenallergene, sobald sie in der Raumluft schweben, zum Beispiel nach dem Aufschütteln der Bettwäsche. Der Großteil der Allergene sitzt jedoch fest in Matratze, Kissen und Teppich und wird vom Luftreiniger nicht erreicht – hier helfen milbendichte Bezüge (Encasing), regelmäßiges Staubsaugen mit HEPA-Filter und das Waschen der Bettwäsche bei mindestens 60 Grad zusätzlich.